Zeitschrift für Philosophie und
Sozialwissenschaften
Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften wurde 1959 von Wolfgang Fritz Haug in West-Berlin gegründet und avancierte zu einem der wichtigsten Organe der Neuen Linken. Seit 2005 wird die Zeitschrift im Auftrag des Berliner Instituts für kritische Theorie herausgegeben; mittlerweile erscheint sie in zwei Heften pro Jahr im Hamburger Argument Verlag unter der Verantwortung von Lukas Meisner. Das kulturpolitische Triptychon des Argument: Realistische Literatur, marxistische Wissenschaft, gegenhegemoniale Rezensionen
Redakteurin
Marina Slhessarenko Barreto ist Forscherin im Forschungsbereich „Recht und Demokratie“ am Brasilianischen Zentrum für Analyse und Planung (CEBRAP) sowie Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie promoviert in Politikwissenschaft und verfügt über einen Bachelorabschluss in Rechtswissenschaften der Universität São Paulo, eine „Licence en Droit“ der Université Jean Moulin Lyon 3 sowie ein Zertifikatsstudium im deutschen Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Herausgeber und Chefredakteur
Lukas Meisner, Herausgeber des "Argument" nach Wolfgang Fritz Haug, ist Philosoph, Soziologe und Schriftsteller. Nach dem Studium in Tübingen, Colchester, London und Berlin schloss er 2023 seine Promotion zur Critical Marxist Theory zwischen Venedig und Erfurt ab (erschienen bei Palgrave). Buchpublikationen sind u.a. "Fluch(t). Die Sintflut heißt Westen" (Wien 2025), "Wrackmente. Novelle" (Berlin 2024) und "Medienkritik ist links. Warum wir eine medienkritische Linke brauchen" (Berlin 2023).

Redakteurin
Anna Chiara Mezzasalma ist Gramsci-Forscherin und promoviert an der Universität Wien im Rahmen einer Cotutelle mit der Università degli Studi di Napoli „L’Orientale“. In ihrer Dissertation untersucht sie die Ökologizität von Wissenschaft und Diskursen im Sinne Erich Prunčs ausgehend von Gramscis Theorie und dekolonialen Ansätzen. Ihre Forschung verbindet Cultural Studies, politische Theorie und Übersetzungswissenschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rezeption Gramscis im deutschsprachigen Raum im Vergleich zu seiner Rezeption in Frankreich und den angelsächsischen Ländern.

Redakteurin
Redakteur
Nikita Zagvozdkin ist Philosoph und Gesellschaftswissenschaftler. Nach dem Philosophie-Studium in Sankt Petersburg, Heidelberg, Prag und Wuppertal begann er 2021 seine Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal zu Marx‘ Darstellungsbegriff und seinen Implikationen für die gegenwärtige kritische Theorie. Neben Marx und Marxismus als historischem Schwerpunkt liegt sein Interesse bei den Fragen der materialistischen Darstellungsweise, des Konstellationsdenkens, der Revolutions- und Emanzipationstheorie sowie bei der Autoritarismus-Forschung. Bereits erschienen: „Die Andersheit der Marxistischen Geschichtsphilosophie: Ein Versuch der symbolischen Auslegung“ (Traugott Bautz 2024).

Philosophie
Rainer Alisch, MA, Koordinator der Philosophie-Rezensionen in Das Argument, Redakteur der Sexuologie. Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft.
Soziologie und Sozialwissenschaften
hat Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert und zum Thema „Virtuelle Autobiographien“ promoviert.
Ricarda ist aktiv bei Klasse Gegen Klasse.

Politik und Soziale Bewegung
Sebastian Kaep, Jahrgang 1985, studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Orientalistik in Mainz und Heidelberg. Er arbeitet als freier Lektor mit Schwerpunkten in politischer Sachliteratur, historischen Editionen und kritischer Zeitgeschichte. Zuletzt erschien in Übersetzung »Der Fall Shannon oder Tribunal des Gewissens. Ein Antikriegsprozess« von Clare Daly und Mick Wallace (2025); als Hrsg. »Plantagen, Profite, Klassenkampf. Die geheimen Telegramme der United Fruit Company« (2026).

Redakteur des Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus, Vorsitzender des InkriT e.V., Mitglied: Attac, Die Linke.
Ökonomie und Ökologie
hat Philosophie in Berlin, Weimar und Dublin studiert und promoviert an der Europa-Universität Frankfurt/Oder zur Verbindung von Ökomarxismus und Gabentheorie über den Begriff der Zirkulation.

Geschichte und Geschichtsschreibung
Frederik Bartsch M.A. studierte Geschichte in Leipzig und Berlin und arbeitet als Pädagoge in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Frühen Neuzeit, der Politikgeschichte und der Rezeptionsgeschichte des Realsozialismus

Sprache und Literatur
Dr. Peter Jehle, Privatdozent Uni Potsdam, Mithg. des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus, Mitglied der Leibniz-Sozietät.
Kunst und Kultur
Pädagogik und Psychologie
ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Kritisch-Materialistischer Erziehungs- und Bildungstheorie, Pädagogik der frühen Kindheit, Anthropologie sowie Marxismus und Pädagogik.
Fanny Mertens hat in Münster Psychologie und Philosophie studiert und vor kurzem ihre Dissertation zu einer gesellschaftstheoretischen Kritik der Kognitiven Verhaltenstherapie abgeschlossen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Psychologiekritik, der psychoanalytisch fundierten Subjekttheorien, der Macht- und Regierungskritik sowie der Gesellschaftstheorie der Frankfurter Schule. In ihrer journalistischen und zivilgesellschaftlichen Arbeit setzt sie sich außerdem für eine kritische öffentliche Debatte über Psyche und Psychologie im Kapitalismus ein.

Dr. Marco Steffen, Professor für Soziale Arbeit an der IU Internationale Hochschule, Bochum. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Pädagogik der Arbeiter:innenbewegung, Sozialistische Pädagogik, Kritische und marxistische Bildungstheorie, Pädagogik und Ökologie.

Wenn sich eine Gesellschaft berechtigterweise als faschistisch einstufen lässt, ist ihre wichtigste Phase des antifaschistischen Kampfs bereits gescheitert. Weil die Eule der Minerva den Begriff erst in der abgeschlossenen Gestalt seiner historischen Realisiertheit zu identifizieren vermag, kommt sie notwendig zu spät für Gegenwehr. Die Politik des Antifaschismus bedarf insofern, um verhindernd eingreifen zu können, des Begriffs der Faschisierung. Dieser fasst eine Tendenz, in der noch-nicht-faschistische Gesellschaften (auch durch nichtfaschistische Akteure) die notwendigen Bedingungen des Faschismus – aus sich selbst heraus – erzeugen. Praxisphilosophisch ist die Rückkehr des Begriffs in den Debatten der Linken insofern zu begrüßen: Dem antifaschistischen Kampf ist er notwendig zum Begreifen der eigenen Lage wie zum Wenden ihrer Not. Als gegenhegemoniale Zeitschrift bleibt es jedoch unser Auftrag, den Fokus auf die blinden Flecken und toten Winkel zu legen, die die Diskussionen besonders in Deutschland strukturieren. Während sozialpsychologische Erklärungen (wie nicht zuletzt die Rezensionsaufsätze im vorliegenden Heft belegen) einmal mehr en vogue sind, wird der Kontext der Faschisierung in der weltsystemischen Konstellation gewöhnlich unterschlagen. Wir wollen die Aufmerksamkeit darum auf das Zusammenwirken von Mikroskopischem und Makroskopischem richten und betonen, dass die Destruktivität der psychischen Innenleben nur gemeinsam mit ihrem Pendant im Äußersten – unter Einbeziehung militaristischer Außenpolitik und imperialistischer Geoökonomie – begreifbar wird.

In unserem Archiv findest du alle bereits erschienen Ausgaben, die älter als 3 Jahre sind.
ARGUMENT VERLAG GMBH | GLASHÜTTENSTRASSE 28 | 20357 HAMBURG | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ
Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften
Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften wurde 1959 von Wolfgang Fritz Haug in West-Berlin gegründet und avancierte zu einem der wichtigsten Organe der Neuen Linken. Seit 2005 wird die Zeitschrift im Auftrag des Berliner Instituts für kritische Theorie herausgegeben; mittlerweile erscheint sie in zwei Heften pro Jahr im Hamburger Argument Verlag unter der Verantwortung von Lukas Meisner. Das kulturpolitische Triptychon des Argument: Realistische Literatur, marxistische Wissenschaft, gegenhegemoniale Rezensionen
Redakteurin
Marina Slhessarenko Barreto ist Forscherin im Forschungsbereich „Recht und Demokratie“ am Brasilianischen Zentrum für Analyse und Planung (CEBRAP) sowie Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie promoviert in Politikwissenschaft und verfügt über einen Bachelorabschluss in Rechtswissenschaften der Universität São Paulo, eine „Licence en Droit“ der Université Jean Moulin Lyon 3 sowie ein Zertifikatsstudium im deutschen Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Herausgeber und Chefredakteur
Lukas Meisner, Herausgeber des "Argument" nach Wolfgang Fritz Haug, ist Philosoph, Soziologe und Schriftsteller. Nach dem Studium in Tübingen, Colchester, London und Berlin schloss er 2023 seine Promotion zur Critical Marxist Theory zwischen Venedig und Erfurt ab (erschienen bei Palgrave). Buchpublikationen sind u.a. "Fluch(t). Die Sintflut heißt Westen" (Wien 2025), "Wrackmente. Novelle" (Berlin 2024) und "Medienkritik ist links. Warum wir eine medienkritische Linke brauchen" (Berlin 2023).

Redakteurin
Anna Chiara Mezzasalma ist Gramsci-Forscherin und promoviert an der Universität Wien im Rahmen einer Cotutelle mit der Università degli Studi di Napoli „L’Orientale“. In ihrer Dissertation untersucht sie die Ökologizität von Wissenschaft und Diskursen im Sinne Erich Prunčs ausgehend von Gramscis Theorie und dekolonialen Ansätzen. Ihre Forschung verbindet Cultural Studies, politische Theorie und Übersetzungswissenschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rezeption Gramscis im deutschsprachigen Raum im Vergleich zu seiner Rezeption in Frankreich und den angelsächsischen Ländern.

Redakteurin
Redakteur
Nikita Zagvozdkin ist Philosoph und Gesellschaftswissenschaftler. Nach dem Philosophie-Studium in Sankt Petersburg, Heidelberg, Prag und Wuppertal begann er 2021 seine Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal zu Marx‘ Darstellungsbegriff und seinen Implikationen für die gegenwärtige kritische Theorie. Neben Marx und Marxismus als historischem Schwerpunkt liegt sein Interesse bei den Fragen der materialistischen Darstellungsweise, des Konstellationsdenkens, der Revolutions- und Emanzipationstheorie sowie bei der Autoritarismus-Forschung. Bereits erschienen: „Die Andersheit der Marxistischen Geschichtsphilosophie: Ein Versuch der symbolischen Auslegung“ (Traugott Bautz 2024).

Philosophie
Rainer Alisch, MA, Koordinator der Philosophie-Rezensionen in Das Argument, Redakteur der Sexuologie. Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft.
Soziologie und Sozialwissenschaften
hat Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert und zum Thema „Virtuelle Autobiographien“ promoviert.
Ricarda ist aktiv bei Klasse Gegen Klasse.

Politik und Soziale Bewegung
Sebastian Kaep, Jahrgang 1985, studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Orientalistik in Mainz und Heidelberg. Er arbeitet als freier Lektor mit Schwerpunkten in politischer Sachliteratur, historischen Editionen und kritischer Zeitgeschichte. Zuletzt erschien in Übersetzung »Der Fall Shannon oder Tribunal des Gewissens. Ein Antikriegsprozess« von Clare Daly und Mick Wallace (2025); als Hrsg. »Plantagen, Profite, Klassenkampf. Die geheimen Telegramme der United Fruit Company« (2026).

Redakteur des Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus, Vorsitzender des InkriT e.V., Mitglied: Attac, Die Linke.
Ökonomie und Ökologie
hat Philosophie in Berlin, Weimar und Dublin studiert und promoviert an der Europa-Universität Frankfurt/Oder zur Verbindung von Ökomarxismus und Gabentheorie über den Begriff der Zirkulation.

Geschichte und Geschichtsschreibung
Frederik Bartsch M.A. studierte Geschichte in Leipzig und Berlin und arbeitet als Pädagoge in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Frühen Neuzeit, der Politikgeschichte und der Rezeptionsgeschichte des Realsozialismus

Sprache und Literatur
Dr. Peter Jehle, Privatdozent Uni Potsdam, Mithg. des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus, Mitglied der Leibniz-Sozietät.
Kunst und Kultur
Pädagogik und Psychologie
ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Kritisch-Materialistischer Erziehungs- und Bildungstheorie, Pädagogik der frühen Kindheit, Anthropologie sowie Marxismus und Pädagogik.
Fanny Mertens hat in Münster Psychologie und Philosophie studiert und vor kurzem ihre Dissertation zu einer gesellschaftstheoretischen Kritik der Kognitiven Verhaltenstherapie abgeschlossen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Psychologiekritik, der psychoanalytisch fundierten Subjekttheorien, der Macht- und Regierungskritik sowie der Gesellschaftstheorie der Frankfurter Schule. In ihrer journalistischen und zivilgesellschaftlichen Arbeit setzt sie sich außerdem für eine kritische öffentliche Debatte über Psyche und Psychologie im Kapitalismus ein.

Dr. Marco Steffen, Professor für Soziale Arbeit an der IU Internationale Hochschule, Bochum. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Pädagogik der Arbeiter:innenbewegung, Sozialistische Pädagogik, Kritische und marxistische Bildungstheorie, Pädagogik und Ökologie.

Wenn sich eine Gesellschaft berechtigterweise als faschistisch einstufen lässt, ist ihre wichtigste Phase des antifaschistischen Kampfs bereits gescheitert. Weil die Eule der Minerva den Begriff erst in der abgeschlossenen Gestalt seiner historischen Realisiertheit zu identifizieren vermag, kommt sie notwendig zu spät für Gegenwehr. Die Politik des Antifaschismus bedarf insofern, um verhindernd eingreifen zu können, des Begriffs der Faschisierung. Dieser fasst eine Tendenz, in der noch-nicht-faschistische Gesellschaften (auch durch nichtfaschistische Akteure) die notwendigen Bedingungen des Faschismus – aus sich selbst heraus – erzeugen. Praxisphilosophisch ist die Rückkehr des Begriffs in den Debatten der Linken insofern zu begrüßen: Dem antifaschistischen Kampf ist er notwendig zum Begreifen der eigenen Lage wie zum Wenden ihrer Not. Als gegenhegemoniale Zeitschrift bleibt es jedoch unser Auftrag, den Fokus auf die blinden Flecken und toten Winkel zu legen, die die Diskussionen besonders in Deutschland strukturieren. Während sozialpsychologische Erklärungen (wie nicht zuletzt die Rezensionsaufsätze im vorliegenden Heft belegen) einmal mehr en vogue sind, wird der Kontext der Faschisierung in der weltsystemischen Konstellation gewöhnlich unterschlagen. Wir wollen die Aufmerksamkeit darum auf das Zusammenwirken von Mikroskopischem und Makroskopischem richten und betonen, dass die Destruktivität der psychischen Innenleben nur gemeinsam mit ihrem Pendant im Äußersten – unter Einbeziehung militaristischer Außenpolitik und imperialistischer Geoökonomie – begreifbar wird.

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